Tatjana Kuschill ist eine deutsche Profitänzerin, Choreografin und Ballettmeisterin, die vor allem durch ihre Teilnahme an der RTL-Show Let’s Dance bekannt wurde. Doch ihre Karriere begann lange vor dem Fernsehen: In Kasachstan ausgebildet, wurde sie in Deutschland mehrfache Bayerische Meisterin im Lateintanz und führte später eine eigene Tanzschule in Königsbrunn bei Augsburg.
Wer nach Tatjana Kuschill sucht, stößt schnell auf ihren berühmten Ex-Mann Massimo Sinató. Dabei ist ihre eigene Geschichte mindestens genauso interessant: Sie reicht von der Ballettausbildung in Kasachstan über Turniersiege in der höchsten deutschen Tanzklasse bis zu einem beruflichen Neuanfang nach einer viel beachteten Trennung.
Wer ist Tatjana Kuschill?
Tatjana Kuschill wurde am 24. August 1982 in der Kasachischen SSR geboren. Nach ihrer Ballett- und Choreografieausbildung in Kasachstan zog sie 2001 nach Deutschland und begann im selben Jahr mit dem Lateintanzen. Schnell fand sie Anschluss an den deutschen Tanzsport und tanzte zunächst mit Georgi Tsukor vom TC Köbolde Königsbrunn.
2004 wechselte sie zu Markus Heffner als Tanzpartner. Für den TSC Rot-Gold-Casino Nürnberg wurde das Paar bei den Bayerischen Meisterschaften in S-Latein 2004 Vierter und 2005 Dritter, 2006 holte es den Titel. Die S-Klasse ist die höchste Leistungsklasse im deutschen Tanzsport – ein Titel dort ist also kein Zufall, sondern das Ergebnis jahrelangen Trainings.
Die erfolgreiche Partnerschaft mit Massimo Sinató
Ab 2007 tanzte Tatjana Kuschill mit Massimo Sinató. Das Paar gewann den Bayerischen Meistertitel in S-Latein von 2007 bis 2010, nun für den TSC dancepoint Königsbrunn. 2009 siegte es zudem bei einem IDSF-Weltranglistenturnier im spanischen Sant Cugat del Vallès, und von 2008 bis 2010 stand es jeweils im Finale der Deutschen Meisterschaft im Lateintanz.
Auch privat wurden Kuschill und Sinató ein Paar. Nach sechs Jahren Beziehung heirateten sie im Juni 2011 und eröffneten im selben Jahr die „Tanzgalerie Sinato“ in Königsbrunn. Das Paar galt als eines der Aushängeschilder des bayerischen Tanzsports.
Tatjana Kuschill bei Let’s Dance 2010
2010 nahm Tatjana Kuschill an der dritten Staffel von Let’s Dance teil – allerdings nicht an der Seite ihres Ehemannes, sondern als Profitänzerin des Schauspielers Mathieu Carrière. In der ersten Show erhielt das Paar 24 Punkte von der Jury, in der zweiten Show 21 Punkte. Damit war es das Paar mit der geringsten Jurywertung, konnte sich auch im Zuschauervoting nicht verbessern und beendete die Staffel auf Platz 9.
Ihr Auftritt war kurz, aber er machte sie einem breiten Fernsehpublikum bekannt. Ironie der Geschichte: In derselben Staffel gewann ihr Mann Massimo Sinató mit Sophia Thomalla den Wettbewerb. Zwei Jahre später sollte Let’s Dance auch das Ende ihrer Ehe einläuten.
Die Trennung von Massimo Sinató
Die Ehe von Tatjana Kuschill und Massimo Sinató endete 2012, rund ein Jahr nach der Hochzeit. Während der fünften Staffel von Let’s Dance verliebten sich Sinató und seine Tanzpartnerin Rebecca Mir ineinander. Kuschill, die den Namen Sinató angenommen hatte, führte die gemeinsame Tanzschule daraufhin unter ihrem Mädchennamen weiter.
2015 war das Ende der Ehe Thema in der SWR-Talkshow Nachtcafé, in der Kuschill als Gast auftrat. Sie sprach dort offen über die Trennung, ohne in Abrechnungen zu verfallen – ein Auftritt, der ihr viel Respekt einbrachte. 2017 war sie außerdem als Kandidatin in der VOX-Sendung Shopping Queen zu sehen.
Was macht Tatjana Kuschill heute?
Nach der Trennung baute Tatjana Kuschill ihr berufliches Leben in Königsbrunn weiter aus. Sie blieb dem Tanzsport als Trainerin und Choreografin verbunden und führte die Tanzschule fort, die sie einst mit Sinató gegründet hatte. Laut Medienberichten ist sie seit 2022 mit dem Personaltrainer Hagen Beeger verheiratet und hat mit ihm zwei Söhne, die 2019 und 2021 geboren wurden.
Anders als ihr Ex-Mann, der weiterhin regelmäßig im Fernsehen zu sehen ist, lebt Kuschill heute weitgehend abseits der Öffentlichkeit. Aktuelle Auftritte oder Social-Media-Aktivitäten sind kaum dokumentiert – wer sie sucht, findet vor allem ihre sportliche Bilanz und die Let’s-Dance-Geschichte. Genau das macht sie für viele Fans interessant: Sie steht für Leistung im Tanzsport, nicht für Dauerpräsenz in den Medien.
Tatjana Kuschills tänzerische Erfolge im Überblick
- Bayerische Meisterin S-Latein 2006 (mit Markus Heffner) sowie 2007 bis 2010 (mit Massimo Sinató)
- Finalistin der Deutschen Meisterschaft im Lateintanz 2008 bis 2010
- Siegerin beim IDSF-Weltranglistenturnier Sant Cugat del Vallès 2009
- 2. Platz bei „Hessen tanzt“, A-Latein, 2003
- Mehrfache Medaillenplätze bei den Bavarian Dance Days
- Platz 9 bei Let’s Dance, Staffel 3 (2010), mit Mathieu Carrière
Häufige Fragen zu Tatjana Kuschill
Wer ist Tatjana Kuschill?
Eine deutsche Profitänzerin, Choreografin und Ballettmeisterin, geboren 1982 in Kasachstan, mehrfache Bayerische Meisterin im Lateintanz und Let’s-Dance-Teilnehmerin 2010.
War Tatjana Kuschill mit Massimo Sinató verheiratet?
Ja. Die beiden heirateten im Juni 2011 nach sechs Jahren Beziehung. Die Ehe endete 2012, nachdem sich Sinató in seine Let’s-Dance-Partnerin Rebecca Mir verliebt hatte.
Mit wem tanzte sie bei Let’s Dance?
Mit dem Schauspieler Mathieu Carrière. Das Paar schied in der zweiten Show aus und belegte Platz 9 der dritten Staffel.
Welche Titel hat Tatjana Kuschill gewonnen?
Unter anderem den Bayerischen Meistertitel in S-Latein 2006 sowie 2007 bis 2010, dazu einen Sieg bei einem IDSF-Weltranglistenturnier 2009 und drei DM-Finalteilnahmen.
Was macht Tatjana Kuschill heute?
Laut Medienberichten lebt sie mit ihrem Ehemann Hagen Beeger, mit dem sie seit 2022 verheiratet ist, und ihren zwei Söhnen in der Region Augsburg und arbeitet weiterhin im Tanzbereich. Genaue aktuelle Details hält sie weitgehend privat.
Fazit
Tatjana Kuschill ist mehr als die Ex-Frau eines TV-Tänzers: Sie ist eine Turniertänzerin, die es in die höchste deutsche Tanzklasse schaffte, dort jahrelang Titel gewann und nach einer öffentlichen Trennung beruflich auf eigenen Beinen blieb. Ihre Geschichte zeigt, dass hinter den kurzen Let’s-Dance-Auftritten oft jahrelange, harte Tanzarbeit steckt – und dass ein Neuanfang auch abseits der Kameras gelingen kann.
