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Andreas Veauthier: Architekt, Projekte & Marietta Slomka

adminBy adminOktober 20, 2026Updated:Oktober 20, 2026Keine Kommentare8 Mins Read
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Andreas Veauthier gehört zu den profiliertesten Vertretern des nachhaltigen Bauens in Deutschland. Der Berliner Architekt hat sich mit Projekten wie der Restaurierung des portugiesischen Pavillons auf der Expo 2000 in Hannover, dem Bildungscampus Efeuweg in Berlin-Neukölln und der denkmalgerechten Sanierung der Schwimmhalle Finckensteinallee einen Namen gemacht – lange bevor er durch seine Heirat mit ZDF-Moderatorin Marietta Slomka im Jahr 2019 auch außerhalb der Fachwelt bekannt wurde.

Wer ist der Mann, der seit 1998 sein eigenes Architekturbüro in Berlin führt, an der Hochschule RheinMain Verantwortung für den Hochschulbau trug und heute als Geschäftsführer der pro.b Gruppe bundesweit für ökologisches Bauen steht? Dieses Porträt zeichnet den beruflichen Weg von Andreas Veauthier nach – von der Ausbildung an der TU Berlin über prägende Stationen in renommierten Büros bis zu seiner heutigen Rolle als Vordenker des nachhaltigen Bauens.

Ausbildung: Architekturstudium an der TU Berlin

Andreas Veauthier wurde in Berlin geboren und wuchs in einer Stadt auf, deren Architekturgeschichte von der Nachkriegsmoderne bis zu den Experimenten der Nachwendezeit reicht. Sein genaues Geburtsdatum ist öffentlich nicht bekannt – ein Detail, das zu seinem bewusst zurückhaltenden Auftreten passt: Veauthier sucht nicht das Rampenlicht, sondern lässt seine Bauten sprechen.

Seine akademische Ausbildung absolvierte er an der renommierten Technischen Universität Berlin, wo er 1994 sein Studium als Diplom-Ingenieur (Dipl.-Ing.) im Fach Architektur abschloss. Einigen Biografien zufolge führten ihn Studienaufenthalte auch an die UP6 nach Paris – eine Angabe, die sich aus öffentlichen Quellen allerdings nicht zweifelsfrei bestätigen lässt. Fest steht: Bereits während des Studiums galt sein Interesse dem nachhaltigen Bauen und modernen architektonischen Konzepten für den urbanen Raum.

Diese frühe Fokussierung war für die 1990er-Jahre bemerkenswert weitsichtig. Während Ökologie im Bauwesen damals noch ein Nischenthema war, legte Veauthier schon in seiner Ausbildung Wert auf einen ganzheitlichen Ansatz: Technik, Ästhetik und gesellschaftliche Verantwortung sollten in seinen Entwürfen von Anfang an zusammengehören.

Erste Berufsstationen: Sauerbruch Hutton und Anderhalten

Nach dem Diplom sammelte Andreas Veauthier zunächst Erfahrung in namhaften Berliner Architekturbüros. Laut Medienberichten arbeitete er unter anderem bei Sauerbruch Hutton Architekten und Anderhalten Architekten – zwei Adressen, die für anspruchsvolles Designdenken und komplexe städtebauliche Projekte stehen.

Diese Jahre waren für Veauthier eine Art zweite Ausbildung: Er lernte von erfahrenen Mentoren, wie man große Bauvorhaben von der ersten Skizze bis zur Schlüsselübergabe steuert, und eignete sich ein vielseitiges Fachwissen an – von der Entwurfsplanung über die Baukonstruktion bis zur Auseinandersetzung mit Denkmalschutz und öffentlichen Bauherren.

Der Wendepunkt: Portugiesischer Pavillon auf der Expo 2000

Ein Projekt markierte für Andreas Veauthier einen entscheidenden Wendepunkt: die Arbeit am portugiesischen Pavillon auf der Expo 2000 in Hannover. Berichten zufolge wirkte er dort an der Seite der Pritzker-Preisträger Eduardo Souto de Moura und Álvaro Siza mit – zwei der bedeutendsten Architekten Europas.

Die Zusammenarbeit mit Siza und Souto de Moura, deren Architektur für poetische Zurückhaltung und präzise Handwerklichkeit steht, bestärkte Veauthier in seiner Überzeugung, dass Architektur immer auch kulturelle und ökologische Verantwortung trägt. Ein Gebäude, so sein späteres Credo, muss mehr leisten als Funktion und Form: Es soll den Ort respektieren, Ressourcen schonen und den Menschen dienen.

1998: Gründung von Veauthier Architekten in Berlin

1998 wagte Andreas Veauthier den Schritt in die Selbstständigkeit und gründete in Berlin sein eigenes Büro: Veauthier Architekten. Das Büro spezialisierte sich früh auf Bauaufgaben mit gesellschaftlicher Relevanz – Bildungsbauten, Wohnsiedlungen und öffentliche Infrastruktur – und wurde für umweltbewusste, gemeinschaftsorientierte Entwürfe bekannt.

Von 2008 bis 2014 führte Veauthier gemeinsam mit Christoph Meyer das Büro Veauthier Meyer Architekten und erweiterte das Portfolio um Schwimmbadbau und Stadterneuerungsprojekte. Die Arbeiten dieser Jahre zeichneten sich durch klare Linien, intuitive Grundrisse und einen tiefen Respekt vor der gebauten Umgebung aus – eine Handschrift, die Veauthier bis heute prägt.

Wichtige Projekte von Andreas Veauthier im Überblick

Das Portfolio von Andreas Veauthier umfasst zahlreiche Projekte mit hoher Wirkung in ganz Deutschland. Zu den bemerkenswertesten zählen laut Medienberichten:

Schwimmhalle Finckensteinallee, Berlin

Die Sanierung der 1938 nach Plänen von Karl Reichle und Karl Badberger eröffneten Schwimmhalle in Berlin-Lichterfelde gilt als eines der anspruchsvollsten Projekte von Veauthier Meyer Architekten. Das differenzierte Konzept unterschied sorgfältig zwischen Konservierung, Umnutzung und Weiterentwicklung der denkmalgeschützten Substanz – unter anderem wurde mit einem neuen Dach das ursprüngliche Raumgefühl der Schwimmhalle wiederhergestellt. Das Projekt wurde international beachtet, unter anderem vom Architekturmagazin Dezeen.

Campus Efeuweg, Berlin-Neukölln

Der schulübergreifende Bildungscampus in Neukölln verbindet Lern- und Sporteinrichtungen zu einem zusammenhängenden Ensemble – ein Beispiel für Veauthiers Überzeugung, dass Bildungsbauten mehr sein sollten als reine Funktionsgebäude: Sie prägen das Aufwachsen ganzer Generationen.

Heinrich-Zille-Grundschule

Bei der Sanierung dieser Grundschule standen kindgerechte Räume im Mittelpunkt: viel Tageslicht, flexible Lernlandschaften und Materialien, die eine gesunde Lernumgebung schaffen.

Universitätsgebäude Greifswald

Für die Universität Greifswald entwarf Veauthier Gebäude, die interdisziplinäre Zusammenarbeit und offene Lernumgebungen fördern – ganz im Sinne seines benutzerzentrierten Entwurfsansatzes.

Hochschule RheinMain und die pro.b Gruppe

In den Jahren 2016 bis 2018 übernahm Andreas Veauthier eine Schlüsselrolle außerhalb des Büroalltags: Als Leiter der Stabsstelle Hochschulbau an der Hochschule RheinMain verantwortete er die Umsetzung nachhaltiger Hochschulbauten – eine Aufgabe, die Planungskompetenz und Verwaltungserfahrung gleichermaßen verlangte.

2019 wechselte Veauthier zur pro.b Gruppe, einem Projektentwicklungsunternehmen mit Schwerpunkt auf nachhaltigem Bauen. Seit 2020 ist er Geschäftsführer der pro.b Projektentwicklung & Projektsteuerung GmbH & Co. KG. Dort betreut er bundesweite Projekte im Holzhausbau und Gewerbebau – mit dem Anspruch, Wirtschaftlichkeit und ökologische Verantwortung in Einklang zu bringen. Unter seiner Führung positioniert sich das Unternehmen als Akteur der deutschen Öko-Baubewegung, mit einem klaren Fokus auf bezahlbaren, nachhaltigen Wohnraum.

Designphilosophie: Klarheit, Verantwortung, ökologische Intelligenz

Veauthiers Architekturphilosophie lässt sich auf drei Begriffe bringen: Klarheit, soziale Verantwortung und ökologische Intelligenz. Er ist überzeugt, dass Gebäude der Gemeinschaft dienen, die Umweltbelastung minimieren und das städtische Leben verbessern sollten.

In der Praxis bedeutet das unter anderem:

  • Natürliche Belüftungssysteme statt energieintensiver Klimatechnik, wo immer möglich
  • Integration von Solarenergie und anderen erneuerbaren Quellen in die Gebäudehülle
  • Barrierefreiheit als selbstverständlicher Entwurfsparameter
  • Partizipative Planung mit Anwohnern und künftigen Nutzern
  • Benutzerzentriertes Design – Räume, die sich an den Menschen orientieren, nicht umgekehrt

Dieser ganzheitliche Ansatz hat ihm Anerkennung in der Fachwelt eingebracht; seine Arbeiten wurden in Publikationen wie Bauwelt, Detail und Wettbewerbe Aktuell vorgestellt.

Lehre und Engagement in der Fachwelt

Neben seiner praktischen Arbeit gibt Andreas Veauthier sein Wissen weiter: Er hält Vorlesungen an Universitäten und wirkt in Fachgremien mit, wo er zu Fragen der Architektur und Stadtentwicklung Stellung bezieht. Für einen Architekten, der öffentliche Bauten – Schulen, Universitäten, Schwimmbäder – als seine Kernaufgabe begreift, ist dieser Dialog mit der nächsten Generation von Planern nur konsequent.

Privatleben: Ehe mit Marietta Slomka seit 2019

Seit 2019 ist Andreas Veauthier mit Marietta Slomka verheiratet, der bekannten Journalistin und Moderatorin des ZDF-heute journals. Die beiden teilen – so beschreiben es Wegbegleiter – Werte wie intellektuelle Neugier, kulturelles Engagement und soziale Verantwortung.

Trotz ihrer jeweiligen Bekanntheit halten Veauthier und Slomka ihr Privatleben bewusst aus dem Rampenlicht heraus. Gemeinsame öffentliche Auftritte – etwa bei Kunstausstellungen oder Benefizveranstaltungen – bleiben die Ausnahme. Für das Verständnis von Andreas Veauthier als Architekt ist diese Zurückhaltung aufschlussreich: Auch beruflich stellt er das Werk über die Person.

Häufige Fragen zu Andreas Veauthier

Wer ist Andreas Veauthier?

Andreas Veauthier ist ein Berliner Architekt, der sich auf nachhaltiges Bauen spezialisiert hat. Er gründete 1998 sein eigenes Büro, Veauthier Architekten, und ist seit 2020 Geschäftsführer der pro.b Gruppe. Seit 2019 ist er mit ZDF-Moderatorin Marietta Slomka verheiratet.

Was hat Andreas Veauthier studiert?

Er studierte Architektur an der Technischen Universität Berlin und schloss 1994 als Diplom-Ingenieur ab. Einigen Biografien zufolge gehörten auch Studienaufenthalte in Paris zu seiner Ausbildung.

Welche bekannten Projekte hat Andreas Veauthier realisiert?

Zu seinen bekanntesten Arbeiten zählen die Mitwirkung am portugiesischen Pavillon der Expo 2000 in Hannover, die Sanierung der Schwimmhalle Finckensteinallee in Berlin, der Campus Efeuweg in Berlin-Neukölln sowie Schul- und Universitätsbauten.

Was macht Andreas Veauthier heute?

Seit 2020 ist er Geschäftsführer der pro.b Projektentwicklung & Projektsteuerung GmbH & Co. KG und verantwortet dort bundesweite Projekte im nachhaltigen Wohn- und Gewerbebau, unter anderem im Holzhausbau.

Seit wann ist Andreas Veauthier mit Marietta Slomka verheiratet?

Die beiden heirateten 2019. Marietta Slomka ist Journalistin und moderiert das ZDF-heute journal. Das Paar lebt in Berlin und hält sein Privatleben weitgehend aus der Öffentlichkeit heraus.

Fazit

Andreas Veauthier steht für eine Generation von Architekten, die gestalterische Exzellenz mit gesellschaftlicher Verantwortung verbindet. Vom Diplom an der TU Berlin über die Zusammenarbeit mit Pritzker-Preisträgern bis zur Geschäftsführung der pro.b Gruppe zieht sich ein roter Faden durch seine Karriere: die Überzeugung, dass gute Architektur den Menschen dient und den Planeten schont. Dass sein Name heute auch über die Fachwelt hinaus bekannt ist, ändert nichts an seinem Prinzip – erst das Werk, dann die Person.

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