Wer die AIDA Schiffe nach Größe sortiert, stellt schnell fest: Die Kussmundflotte ist alles andere als einheitlich. Zwischen dem kleinsten und dem größten Schiff liegen Welten – rund 69.000 und über 183.000 BRZ trennen die beiden Enden der Flotte. Wir haben die gesamte AIDA-Flotte (Stand 2026) nach Größe sortiert und stellen die Giganten – allen voran die Helios-Klasse mit AIDAnova und AIDAcosma – mit echten technischen Daten vor.
Dieser Überblick zeigt dir nicht nur das Ranking aller elf Schiffe, sondern erklärt auch, was die Bruttoraumzahl (BRZ) eigentlich bedeutet, welche Schiffsklassen es bei AIDA gibt und warum die Größe eines Schiffes für deine Kreuzfahrtwahl durchaus eine Rolle spielt.
AIDA Schiffe nach Größe: Das Ranking 2026
Die AIDA-Flotte besteht aktuell aus elf Schiffen in vier Generationen. Hier das komplette Ranking nach Bruttoraumzahl (BRZ) – der offiziellen Maßeinheit für die Größe von Kreuzfahrtschiffen:
| Platz | Schiff | Klasse | Baujahr | BRZ (ca.) | Länge | Passagiere (ca.) |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | AIDAcosma | Helios | 2021 | 183.900 | 337 m | 5.200+ |
| 2 | AIDAnova | Helios | 2018 | 183.900 | 337 m | 5.200+ |
| 3 | AIDAprima | Hyperion | 2016 | 124.500 | 300 m | 3.300 |
| 4 | AIDAperla | Hyperion | 2017 | 124.500 | 300 m | 3.300 |
| 5 | AIDAstella | Sphinx (II) | 2013 | 71.300 | 253 m | 2.190 |
| 6 | AIDAmar | Sphinx (II) | 2012 | 71.300 | 253 m | 2.190 |
| 7 | AIDAsol | Sphinx (II) | 2011 | 71.300 | 253 m | 2.190 |
| 8 | AIDAblu | Sphinx (II) | 2010 | 71.300 | 253 m | 2.190 |
| 9 | AIDAluna | Sphinx (I) | 2009 | 69.200 | 252 m | 2.050 |
| 10 | AIDAbella | Sphinx (I) | 2008 | 69.200 | 252 m | 2.050 |
| 11 | AIDAdiva | Sphinx (I) | 2007 | 69.200 | 252 m | 2.050 |
Alle Angaben sind gerundete Hersteller- und Fachportalwerte (Stand 2026). Die Passagierzahlen beziehen sich auf die übliche Belegung; bei Vollauslastung aller Betten liegen sie höher.
AIDAnova & AIDAcosma: Die Helios-Klasse – AIDAs größte Schiffe
Die unangefochtene Spitze im Größenranking bilden die beiden Schwesternschiffe der Helios-Klasse: AIDAnova (Indienststellung 2018) und AIDAcosma (2021). Beide wurden auf der Meyer Werft in Papenburg gebaut und messen stolze 337 Meter in der Länge bei 42 Metern Breite. Die Bruttoraumzahl liegt bei rund 183.900 – mehr als das Zweieinhalbfache der ältesten Flottenmitglieder.
An Bord finden über 5.200 Passagiere Platz (bei Doppelbelegung der rund 2.600 bis 2.700 Kabinen), betreut von etwa 1.600 Crewmitgliedern. Die Schiffe verfügen über 20 Decks – das ist mehr als die meisten Hochhäuser Stockwerke haben.
Technische Daten im Detail
- Bruttoraumzahl: ca. 183.900 BRZ
- Länge / Breite: 337 m / 42 m
- Passagiere: ca. 5.200 (Doppelbelegung), maximal rund 6.600
- Kabinen: ca. 2.626 (AIDAnova) bzw. 2.732 (AIDAcosma)
- Decks: 20
- Antrieb: LNG (Flüssigerdgas) – zu 100 % mit LNG betreibbar
- Werft: Meyer Werft, Papenburg
Was die Helios-Schiffe besonders macht
Die Helios-Klasse war ein Technologiesprung: Die AIDAnova war das weltweit erste Kreuzfahrtschiff, das vollständig mit Flüssigerdgas (LNG) betrieben werden kann. Der LNG-Antrieb eliminiert Schwefeloxide nahezu vollständig und reduziert Stickoxide sowie Feinstaub erheblich – dafür erhielt die AIDAnova als erstes Kreuzfahrtschiff überhaupt den „Blauen Engel“ des Umweltbundesamtes.
An Bord setzen die Helios-Schiffe Maßstäbe in Sachen Vielfalt: Die AIDAcosma verfügt über 17 Restaurants, darunter das Erlebnisrestaurant „Time Machine“ mit wechselnden Themenräumen. Das Ocean Deck am Heck bietet einen Infinity-Pool mit 270-Grad-Meerblick über die gesamte Schiffsbreite, der Beach Club wurde gegenüber der Vorgängerklasse vergrößert. Neu an Bord: eine Boulder-Wand zum Klettern auf Absprunghöhe und erstmals bei AIDA auch Einzelkabinen für Alleinreisende – wahlweise innen oder mit Balkon.
AIDAprima & AIDAperla: Die Hyperion-Klasse
Auf den Plätzen drei und vier folgen die beiden Schiffe der Hyperion-Klasse: AIDAprima (2016) und AIDAperla (2017). Mit rund 124.500 BRZ, 300 Metern Länge und 37,6 Metern Breite sind sie deutlich kleiner als die Helios-Riesen, bieten mit Platz für rund 3.300 Passagiere auf 18 Decks aber immer noch ein vollwertiges Resort-Erlebnis.
Gebaut wurden beide Schiffe bei Mitsubishi Heavy Industries in Nagasaki, Japan. Kennzeichen der Klasse sind unter anderem der große, wetterunabhängige Beach Club unter Foliendach und ein ausgebautes Wellness- und Sportangebot. Wer die ganz großen Menschenmassen der Helios-Klasse scheut, aber trotzdem nicht auf Vielfalt verzichten will, findet hier den goldenen Mittelweg.
Die Sphinx-Klassen: Das Rückgrat der Flotte
Die Plätze fünf bis elf belegen die sieben Schiffe der Sphinx-Familie – und hier wird es für viele AIDA-Fans nostalgisch, denn das sind die Schiffe, mit denen die meisten Deutschen ihre erste Kreuzfahrt erlebt haben.
Die jüngere Generation – AIDAblu (2010), AIDAsol (2011), AIDAmar (2012) und AIDAstella (2013) – kommt auf rund 71.300 BRZ bei 253 Metern Länge und bietet Platz für etwa 2.190 Passagiere. Die ältere Generation – AIDAdiva (2007), AIDAbella (2008) und AIDAluna (2009) – liegt mit rund 69.200 BRZ, 252 Metern Länge und etwa 2.050 Gästen nur knapp darunter.
Gebaut wurden diese Schiffe auf der Aker MTW Werft in Wismar. Sie gelten bis heute als besonders beliebt bei Stammgästen: kürzere Wege an Bord, persönlichere Atmosphäre und oft auch günstigere Preise als auf den Neubauten. Für Hafenanläufe in kleineren Häfen sind die kompakteren Maße übrigens ein echter Vorteil – die ganz großen Schiffe passen schlicht nicht überall hinein.
Was bedeutet BRZ eigentlich?
BRZ steht für Bruttoraumzahl und ist die international übliche Maßeinheit für die Größe von Schiffen. Wichtig zu wissen: Die BRZ misst nicht das Gewicht, sondern das Volumen – genauer gesagt das gesamte umbaute Volumen des Schiffes, berechnet aus Schiffsmaßen, Laderäumen und Passagierbereichen.
Deshalb ist die BRZ der ehrlichste Größenvergleich: Zwei Schiffe können gleich lang sein, aber völlig unterschiedliche BRZ-Werte haben, wenn eines deutlich breiter oder höher gebaut ist. Zum Vergleich: Die AIDAcosma ist mit 183.900 BRZ zwar „nur“ rund ein Drittel länger als die AIDAdiva (337 m vs. 252 m), fasst aber mehr als das Zweieinhalbfache an Volumen – und entsprechend mehr Restaurants, Pools, Theater und Kabinen.
Wie groß ist die AIDA-Flotte 2026 – und was kommt als Nächstes?
Stand 2026 besteht die Kussmundflotte aus den genannten elf Schiffen. Und sie wird weiter wachsen: Laut Medienberichten hat die Carnival Corporation – der Mutterkonzern von AIDA Cruises – bei der italienischen Fincantieri-Werft neue Schiffe mit einer Größenordnung von rund 150.000 BRZ in Auftrag gegeben, von denen voraussichtlich vier an AIDA gehen sollen. Die Auslieferung soll demnach ab 2029 beginnen.
Interessant dabei: Die neuen Schiffe wären kleiner als die Helios-Riesen, aber größer als die Hyperion-Klasse – AIDA setzt künftig also offenbar auf eine „Mittelgröße“ zwischen den Extremen. Bis 2030 will das Unternehmen außerdem sein erstes vollständig emissionsneutrales Schiff in Dienst stellen.
Klein oder groß – welches AIDA-Schiff passt zu dir?
Die Größe allein sagt wenig über die Qualität einer Kreuzfahrt aus – sie prägt aber das Bordleben spürbar:
- Große Schiffe (Helios, Hyperion): maximale Auswahl an Restaurants, Bars, Shows und Aktivitäten; ideal für Familien und alle, die Abwechslung lieben. Nachteil: mehr Trubel, längere Wege, an Seetagen spürbar voller.
- Mittlere und kleinere Schiffe (Sphinx-Klassen): überschaubarer, persönlicher, oft günstiger; laufen auch kleinere Häfen an. Nachteil: weniger Spezialitätenrestaurants und Unterhaltungsangebote.
Unser Tipp: Wer zum ersten Mal auf Kreuzfahrt geht und das volle „schwimmende Resort“-Gefühl erleben will, ist auf AIDAnova oder AIDAcosma richtig. Wer Ruhe, kurze Wege und klassisches Kreuzfahrtflair schätzt, wird mit AIDAdiva, AIDAbella oder AIDAluna glücklich.
Häufige Fragen zu den AIDA Schiffen nach Größe
Welches ist das größte Schiff von AIDA?
Die größten Schiffe der AIDA-Flotte sind die AIDAcosma (2021) und die AIDAnova (2018) aus der Helios-Klasse – beide mit rund 183.900 BRZ, 337 Metern Länge und Platz für über 5.200 Passagiere. Das bestätigt auch AIDA selbst in seinen offiziellen Flotten-FAQs.
Welches ist das kleinste AIDA-Schiff?
Die kleinsten Schiffe sind AIDAdiva (2007), AIDAbella (2008) und AIDAluna (2009) mit jeweils rund 69.200 BRZ, 252 Metern Länge und etwa 2.050 Passagieren.
Wie viele Schiffe hat AIDA aktuell?
Stand 2026 besteht die Flotte aus elf Schiffen: AIDAbella, AIDAblu, AIDAcosma, AIDAdiva, AIDAluna, AIDAmar, AIDAnova, AIDAperla, AIDAprima, AIDAsol und AIDAstella.
Was bedeutet BRZ bei Schiffen?
BRZ steht für Bruttoraumzahl und misst das gesamte umbaute Volumen eines Schiffes – nicht sein Gewicht. Sie ist die international übliche Maßeinheit, um die Größe von Kreuzfahrtschiffen zu vergleichen, und dient unter anderem zur Berechnung von Hafengebühren.
Sind größere AIDA-Schiffe automatisch besser?
Nicht unbedingt. Größere Schiffe bieten mehr Restaurants, Shows und Aktivitäten, sind aber auch voller und anonymer. Kleinere Schiffe punkten mit persönlicherer Atmosphäre, kürzeren Wegen und Anläufen in kleineren Häfen – bei oft günstigeren Preisen.
Bekommt AIDA neue, noch größere Schiffe?
Laut Medienberichten sind bei der Fincantieri-Werft neue AIDA-Schiffe mit rund 150.000 BRZ bestellt, deren Auslieferung ab 2029 beginnen soll. Sie wären damit kleiner als die Helios-Klasse, aber größer als die Hyperion-Klasse.
Fazit
Sortiert man die AIDA Schiffe nach Größe, ergibt sich ein klares Bild: An der Spitze thronen die LNG-Riesen AIDAnova und AIDAcosma mit rund 183.900 BRZ, dahinter folgen die Hyperion-Schiffe mit etwa 124.500 BRZ und das breite Mittelfeld der beliebten Sphinx-Klassen zwischen 69.200 und 71.300 BRZ. Entscheidend für deine Wahl sollte aber nicht die reine Zahl sein, sondern die Frage, welches Borderlebnis du suchst – Trubel und Maximalauswahl oder Überschaubarkeit und Ruhe.
