Der Name Lafer steht für Sterneküche, Fernsehkarriere und unternehmerischen Erfolg. Doch Jennifer Lafer, die Tochter von Starkoch Johann Lafer, hat sich bewusst gegen das Erbe am Herd entschieden. Ihre Geschichte ist die einer jungen Frau, die den berühmtesten Nachnamen der deutschen Kochszene trägt – und ihm eine ganz eigene, überraschende Bedeutung gegeben hat.
Statt Töpfen und Pfannen wählte sie Kameras und Konzepte, statt der TV-Küche die Modewelt Londons. Wer Jennifer Lafer heute begegnet, trifft keine „Promi-Tochter“, die vom Namen des Vaters lebt – sondern eine Kreative, die ihren Weg allein gegangen ist.
Der Opernball 2013: Achtzehn und schon im Rampenlicht
Es war ein Abend, wie er glamouröser kaum sein könnte: der Wiener Opernball 2013. In der ersten Reihe der Debütantinnen stand eine junge Frau, die gerade einmal 18 Jahre alt war – Jennifer Lafer. An der Seite ihres Tanzpartners Gianni Stumpf-Schalko eröffnete sie den Ball in der Wiener Staatsoper.
Für Jennifer war dieser Auftritt alles andere als selbstverständlich. Ihre Eltern hatten sie bis dahin bewusst weitgehend aus dem Medienrummel herausgehalten. „Für mich ist der Trubel neu, meine Eltern haben mich immer rausgehalten“, sagte sie damals in einem Interview – ein Satz, der viel über ihre Erziehung verrät.
Bemerkenswert: Klassischen Tanzunterricht hatte sie nach eigener Aussage zuvor nie besucht. Was sie konnte, waren Showtanz und Hip-Hop – und offenbar genug Ausstrahlung, um auf dem prestigeträchtigsten Parkett Österreichs zu bestehen. Schon damals zeigte sich etwas, das ihre weitere Laufbahn prägen sollte: Jennifer Lafer geht ihren eigenen Weg, auch wenn er ungewöhnlich ist.
Jennifer Lafer: „Kochen ist nicht mein Weg“
Man stelle sich das vor: Man wächst als Tochter eines der bekanntesten Köche des deutschsprachigen Raums auf. Das Familienunternehmen – Hotel und Restaurant „Stromburg“ im Hunsrück, Kochbücher, TV-Shows, ein Imperium mit Dutzenden Mitarbeitern – liegt quasi auf dem Silbertablett bereit. Und man sagt: Danke, aber nein.
Genau das tat Jennifer Lafer. Schon mit 18 machte sie klar: Kochen ist nicht ihr Weg. Nach der Schule wollte sie zunächst in den USA arbeiten und anschließend Modekommunikation in London studieren. Es war eine Entscheidung, die Mut erforderte – denn sie bedeutete, bewusst aus dem Schatten eines übermächtigen Vaters herauszutreten und sich ein eigenes Licht zu suchen.
Johann Lafer, der als Vater sicher andere Träume gehabt haben mag, scheint die Entscheidung seiner Tochter zu respektieren. Öffentlich spricht er mit sichtbarem Stolz über ihren Werdegang – ein Vater, der verstanden hat, dass Liebe manchmal bedeutet, loszulassen.
London statt Herd: Mode, Content und Fotografie
London wurde zur entscheidenden Station in Jennifers Leben. Die britische Hauptstadt ist das Mekka für alle, die in Mode und Kreativwirtschaft arbeiten wollen – und genau dorthin zog es die junge Deutsche.
Öffentlich zugängliche Berufsprofile verbinden ihren Werdegang mit renommierten Adressen: dem London College of Fashion und der legendären Kunsthochschule Central Saint Martins, wo sie laut einem beruflichen Profil von 2019 bis 2020 studierte. Ihre Schwerpunkte: visuelle Kommunikation, kreative Konzeption, Fotografie und Markenarbeit.
Ihr Vater beschrieb ihren Weg später etwas allgemeiner: In einem Interview im Jahr 2025 erzählte Johann Lafer, Jennifer habe in London ihren Master im Bereich Content Marketing gemacht und arbeite inzwischen mit großen Marken zusammen. Welche Projekte genau, lässt sich aus öffentlichen Quellen nicht eindeutig nachvollziehen – doch die Richtung ist klar: Bilder, Inhalte, Marken. Eine Welt, die mit der ihres Vaters kaum etwas gemein hat.
Fotografin mit eigenem Blick
Besonders spannend ist Jennifers zweites Standbein: die Fotografie. Unter dem Namen Jennifer Maria Lafer führt sie ein professionelles Kreativprofil, das sie als Fotografin mit den Schwerpunkten Fine Art, Mode, Beauty sowie Food- und Still-Life-Fotografie ausweist – verortet in München.
Man muss einen Moment innehalten, um die Ironie zu würdigen: Die Tochter des Starkochs fotografiert unter anderem Essen – aber eben nicht, um es zu kochen, sondern um es zu inszenieren. Food-Fotografie ist eine Kunst für sich, und dass Jennifer ausgerechnet hier ihre Nische gefunden hat, wirkt wie eine liebevolle Verbeugung vor der Welt ihres Vaters – aus sicherer, selbst gewählter Distanz.
Ihre Arbeit bewegt sich zwischen Kunst und Kommerz: Fine Art für die Seele, Mode und Beauty für die Marken. Es ist das Profil einer Frau, die verstanden hat, wie man in der Kreativwirtschaft besteht – mit handwerklichem Können statt mit einem berühmten Nachnamen.
Vater und Tochter: Eine enge Bindung
So eigenständig Jennifers beruflicher Weg verlief – die Verbindung zu Johann Lafer blieb öffentlich sichtbar. Über die Jahre erschienen Vater und Tochter gelegentlich gemeinsam bei Veranstaltungen; 2011 begleitete sie ihn beispielsweise zur Bambi-Verleihung.
Besonders persönlich wurde Johann Lafer, als er von Jennifers Studienzeit in London erzählte: Vor ihrem Masterabschluss habe sie ihn angerufen, weil es ihr schlecht ging. Er sei daraufhin nach London geflogen und habe Zeit mit ihr verbracht. Für ihn gehörte dieser Besuch später zu den Erinnerungen, die ihm zeigten, wie eng die Beziehung zu seinen Kindern geblieben war – trotz Entfernung, trotz verschiedener Welten.
Im Mai 2026 bekam die Familiengeschichte eine ernstere Seite: Johann Lafer machte öffentlich, dass er an einem Non-Hodgkin-Lymphom erkrankt ist. Seine Kinder hatte er zunächst nicht eingeweiht – er und seine Frau Silvia informierten Jennifer und ihren jüngeren Bruder Jonathan erst später gemeinsam, um die beiden nicht unnötig zu beunruhigen. Über Jennifers eigene Reaktion gibt es keine öffentlich bestätigte Aussage, und Spekulationen darüber wären fehl am Platz. Man darf aber annehmen, dass die Familie in dieser Zeit eng zusammensteht.
Die Familie im Hintergrund
Jennifer wurde 1995 geboren – ein genaues, öffentlich bestätigtes Geburtsdatum ist allerdings nicht zuverlässig dokumentiert. Ihre Mutter ist Silvia Buchholz-Lafer, mit der Johann Lafer seit 1990 verheiratet ist. Ihr jüngerer Bruder Jonathan kam 2001 zur Welt.
Es ist eine Familie, die den Spagat zwischen Öffentlichkeit und Privatheit bemerkenswert gut meistert: Der Vater ein Star, die Mutter und die Kinder weitgehend im Hintergrund – und doch bei den wichtigen Momenten füreinander da.
Warum man so wenig über ihr Privatleben weiß
Über Jennifers Partnerschaft, eine mögliche Ehe oder eigene Kinder gibt es keine belastbaren öffentlich bestätigten Angaben. Auch zu Einkommen oder Vermögen existieren keine seriösen Zahlen. Und das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis einer konsequenten Haltung.
Jennifer Lafer kennt öffentliche Aufmerksamkeit seit ihrer Jugend – und hat daraus bewusst keine klassische Prominentenkarriere gemacht. Keine Reality-Show, keine Influencer-Karriere auf dem Rücken des Vaters, keine Skandale. Stattdessen: Ausbildung, Arbeit, ein eigenes Profil.
Gerade diese Zurückhaltung passt zu dem Bild, das bereits beim Opernball 2013 sichtbar wurde. Damals wie heute gilt: Jennifer Lafer lässt lieber ihre Arbeit sprechen als sich selbst.
Häufige Fragen zu Jennifer Lafer
Wer ist Jennifer Lafer?
Jennifer Lafer ist die Tochter von Starkoch Johann Lafer. Sie wurde 1995 geboren und arbeitet als Fotografin sowie im Bereich Content Marketing und Markenarbeit – bewusst abseits der Kochkarriere ihres Vaters.
Was macht Jennifer Lafer beruflich?
Sie studierte Modekommunikation in London (u. a. Central Saint Martins), machte laut ihrem Vater einen Master in Content Marketing und arbeitet mit großen Marken. Zudem ist sie als Fotografin (Fine Art, Mode, Beauty, Still Life) in München tätig.
Ist Jennifer Lafer Köchin wie ihr Vater?
Nein. Sie erklärte schon als 18-Jährige, dass Kochen nicht ihr Weg sei. Stattdessen zog es sie in die kreative Richtung: Mode, Fotografie und Markenkommunikation.
Wo lebt Jennifer Lafer?
Kreativprofile verorten sie in München. Zuvor lebte und studierte sie mehrere Jahre in London.
Hat Jennifer Lafer Geschwister?
Ja, sie hat einen jüngeren Bruder: Jonathan Lafer wurde 2001 geboren.
Wie ist das Verhältnis zu ihrem Vater Johann Lafer?
Nach öffentlichen Aussagen des Vaters ist das Verhältnis eng. Er erzählte unter anderem, dass er sie während ihrer Londoner Studienzeit besuchte, als es ihr schlecht ging. Die Familie informierte sich auch gemeinsam über seine Krebserkrankung im Jahr 2026.
Fazit: Ein Name, eine eigene Bedeutung
Jennifer Lafers Geschichte ist die leise Antwort auf eine laute Frage: Was wird aus den Kindern berühmter Eltern? Ihre Antwort: Man nimmt den Namen als das, was er ist – eine Herkunft, kein Schicksal. Und dann geht man los, nach London, hinter die Kamera, in ein eigenes Leben. Der entscheidende Unterschied zu ihrem Vater liegt nicht darin, dass sie den Namen Lafer hinter sich gelassen hätte. Sondern darin, dass sie ihm beruflich eine ganz andere Bedeutung gegeben hat.
